Wenn Rosenblätter fallen
Informationen
Musik von Rory Six
Liedtexte von Kai Hüsgen
Buch von Kai Hüsgen und Rory Six
Frei nach dem gleichnamigen Buch von Brigitte Minne
Wenn Rosenblätter fallen wurde ausgezeichnet mit dem MusicalMakersBeurs 2010 der niederländischen Stiftung TeksTpieremenT und dem Award für die beste kreative Leistung bei den Vlaamse Musicalprijzen 2011.
Rory Six und Kai Hüsgen schufen ein gleichzeitig unterhaltsames wie emotionales Stück Musiktheater von außerordentlicher Kraft, das seinen festen Platz in der deutschsprachigen Musicallandschaft gefunden hat. 15 Jahre nach der Uraufführung trauten sich die beiden Autoren an eine Bearbeitung ihres Erstlingswerks, welche nun Tills Innenleben stärker in den Mittelpunkt rückt und das Publikum einlädt auf einen Drahtseilakt zwischen Trauer und Verlust und der unerschütterlichen Freude am Leben.
In die Handlung verwoben, lotet die Musik das Innenleben der Figuren in rhythmischen Uptempo-Nummer, zarten Balladen und gefühlvollen Chansons aus.
Weitere Informationen
Sprache(n) des Stücks
- Deutsch
- Niederländisch
Besetzung
Orchesterbesetzung
Orchestergröße
Casting Informationen
- TILL: 19 Jahre, Erstsemester an einer Kunsthochschule; fühlt sich mitschuldig am Tod seiner Mutter, doch versucht es zu verdrängen
- ROSE: ca. 40 Jahre, Tills Mutter, vor einem Jahr an einem Gehirntumor verstorben; eine starke, lebensfrohe und unabhängige Frau, die ihren Sohn über alles liebt; taucht immer wieder in Tills Gedanken und Erinnerungen auf und hilft ihm so den Tod zu verarbeiten.
- IRIS: 20 Jahre, im dritten Semester Psychologie; wohnt gleich neben Till im Studentenwohnheim; fegt wie ein Wirbelwind in Tills Leben; ihre Ähnlichkeit zu Tills Mutter zwingt diesen, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Synopsis
Wie ein Wirbelwind fegt Iris in das Leben des 19-jährigen Studenten Till und stellt alles auf den Kopf. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen und kommen sich schnell näher. Doch Iris' unverblümte und direkte Art reißt kaum verheilte Wunden in Till wieder auf. Zu sehr erinnert sie ihn an seine kürzlich verstorbene Mutter, Rose.
Während Till die Höhen und Tiefen seiner ersten großen Liebe erlebt, muss er sich gleichzeitig den Erinnerungen an die letzten Monate mit seiner Mutter stellen. Wird er sich mit Iris‘ Hilfe der Vergangenheit stellen, um ohne Schuldgefühle in die Zukunft blicken zu können?
Presse
Kleines Theater Haar, Der Kulturblog, 16.11.2025:
„Selten hat ein Stück so berührt. […] Das Kleine Theater Haar hat den Mut und geht ab und zu andere Wege: Es bringt ein Stück auf die Bühne, das von Krebs, Abschiednehmen und Sterbehilfe handelt. Geht das? JA – und zwar sehr, sehr gut! Es gibt selten Stücke, bei denen man sich während des Szenenwechsels überlegt, ob man applaudiert – nicht, weil man nicht begeistert ist, sondern weil das die Stille und die Stimmung zerstören würde. Genau so war es an diesem Abend. […] Ja, es war einer dieser Abende, der beeindruckte und für viele sehr emotional wurde. Er machte aus dem „Kleinen Theater Haar“ ein GROSSES THEATER HAAR.“
Kleines Theater Haar, www.dermusikjournalist.de, Erika Ruban, November 2025:
„Fantastische Premiere der Neuinszenierung - Es gibt sie, diese Abende, die alles andere in den Schatten stellen. Diesen Abend, voller Emotionen mit Darstellern (Katja Berg, Larissa Hartmann, Raphael Binde) die wunderbarer nicht sein könnten. Eine Geschichte mit Melodien und Texten, die bleiben, (Rory Six - Musik, Kai Hüsgen & Rory Six - Buch) und es geht um ein Thema, das ungern angefasst wird, um den Tod, um das Loslassen aber auch um das Leben, das gefeiert wird. Dem Regisseur Lukas Gerber ist mit der Neuinszenierung von "Wenn Rosenblätter fallen" der große Wurf gelungen. Auch der Ort war perfekt gewählt. Das kleine Theater Haar ist von der Größe und den Möglichkeiten genau die richtige Spielstätte. […] die, die heute hier waren, diesen Abend erleben durften, wird „Wenn Rosenblätter fallen“ für immer in Erinnerung bleiben.“
Theater Hof, Frankenpost, 25.09.2013:
" Von allen Geschenken das größte [...] . So viel "Vergnügen an tragischen Gegenständen" (um mit Schiller zu reden) finden Zuschauer in einem Musical kaum je; weil sich in der Unterhaltungsgattung Musical Tragik kaum findet. Hier ist's anders. Das Melodrama von Kai Hüsgen, zu dessen Textbuch Rory Six schlichte Weisen erfand, dokumentiert mit der Konsequenz unaufdringlicher Aufrichtigkeit nichts anderes als den Tod. Nichts anderes? Von der Liebe und vom Leben erzählt es gleichzeitig auch"
Theater Hof, Frankenpost, 21.09.2013:
"Autor Kai Hüsgen und der Komponist Rory Six griffen das menschlich wie politisch brisante Problem der Sterbehilfe auf [...] . Nach der Uraufführung 2010 in Amsterdam ging das Stück 2011 mit großem Erfolg in Hamburg und Wien über die Bühne und wurde mit Preisen ausgezeichnet"
Theater Hof - blickpunkt musical, 01.12.2013:
"Es ist zu hoffen, dass noch viele Menschen diese Botschaft hören können, denn dem Theater Hof ist eine großartige Inszenierung eines emotionalen Stückes mit sehr guter Besetzung gelungen. Man lacht und weint mit den Figuren, durchlebt jede einzelne ihrer Emotionen - genau so sollte ein Musicalabend sein!"
Theater Hof - Musicals, Dirk Schmerler, 01.12.2013:
"Es ist große Anerkennung wert, dass ein Stadttheater nicht nur soziales Engagement zeigt, sondern mit einem Tabuthema polarisiert (...) Hof zeigt mit der ersten Inszenierung von Wenn Rosenblätter fallen an einem Stadttheater, dass (...) das Genre Musical die ideale Plattform ist, um Menschen lebensnah zu bewegen."
Musicals, 01.10.2012:
“Den Autoren ist ein derart intimes, jedem Menschen nahegehendes Musical gelungen, dass es praktisch unmöglich ist, das Theater trockenen Auges zu verlassen.”
Tournee, Off-Theater Wien - Musicals, 01.07.2012:
“Kluge Texte, eingängige Melodien, auf kunstvolle Weise in der Show leitmotivisch verwoben, machen dieses Musical zu einem wichtigen und gesellschaftspolitischen relevanten Werk."
Tournee - ThatsMusical.de, 21.10.2011:
"Emotional und berührend (...) Insgesamt überzeugt Wenn Rosenblätter fallen mit der dramatischen Handlung, einer unglaublich authentisch und emotional agierenden Cast und wundervoller Musik. Zum Schlussapplaus, der erst nach einem Moment der Stille einsetzt, gibt es viele Tränen – auf der Bühne und im Zuschauerraum. Das ist etwas, das nicht jedes dramatische Musical schafft. Bravo!"
Produktionen
- UA: 04.11.2010, M-Lab, Amsterdam
- DEA: 06.10.2011, Kehrwieder Theater, Hamburg
- ÖEA: 29.10.2011, Theater Akzent, Wien
- 22.09.2013, Theater Hof
- 15.11.2016, Theater Couch, Wien
- 27.09.2019, Katielli Theater, Datteln (Nominiert als Bestes Revival beim Deutschen Musical Theater Preis 2020)
- 14.11.2025, Kleines Theater Haar